Wilde Schafsjagd von Haruki Murakami

Manchmal bin ich ein Idiot. Da meide ich Jahre lang Bücher von Haruki Murakami, weil ich denke: Das lesen ja alle, ist bestimmt so eine weichgespülte Mainstream-Literatur. Ich lag falsch, das ist mir jetzt klar.

Weil ich im Herbst nach Toyko reisen werde, beschäftigte ich mich ein bisschen mit dem literarischen Japan. Um Murakami kommt man dabei kaum herum. Ich weiß nicht mehr genau, wie ich dann auf «Wilde Schafsjagd» kam, aber ich nahm mir sodann vor, mal reinzulesen. Im Buchladen fand ich tatsächlich einen Murakami mit einem «Schaf» im Titel und kaufte es spontan, nachdem mir die ersten Absätze gefielen. Zu Hause merkte ich dann, dass ich «Tanz mit dem Schafsmann» gekauft hatte, was irgendwie eine Fortsetzung von der «Schafsjagd» sein soll.
Und so weiter.
Jedenfalls habe ich dann in meinem Lieblingsbuchladen in Detmold (Kafka & Co.) die Schafsjagd erworben – und es in wenigen Tagen durchgelesen. (Ich hatte zweimal vier Stunden Zeit, weil ich im IC nach Dresden / Hannover saß. Es kam zu einem Zwischenfalls, sodass ich auf der Rückfahrt dann sogar 5 Stunden Zeit für die Lektüre hatte.)

Und wie war das Buch?

Die «Wilde Schafsjagd» ist so ein Buch, das mich sofort mitgerissen hat. Die Geschichte und die Charaktere haben meine Gedanken erobert und mich auch zwischen den Lesestunden beschäftigt. Das schaffen nicht viele Bücher. (Als ich z.B. «Unendlicher Spaß» von DFW las, saß ich im Bus und dachte: Was wohl Hal gerade macht? Ehe mir einfiel, dass Hal nur in meinen Gedanken existiert. Und im Buch.)

Als nächstes Buch dann: Tanz mit dem Schafsmann!

Als nächstes Buch dann: Tanz mit dem Schafsmann!

Dabei ist die «Schafsjagd» gar nicht so wild. Aber die Reise des Protagonisten, der keinen Namen hat, zog mich in einen Sog und ich wollte wissen, wie es mit ihm, seiner Freundin und dem Schaf weitergeht. (Ich fasse die Story an dieser Stelle nicht weiter zusammen, weil ich 1. zu faul dafür bin und 2. finde, dass man dieses Buch einfach lesen sollte, ohne viel Vorwissen. So hab ich’s auch gehandhabt.)

Ich kann mich nun freuen, weil es für mich eine Menge Romane von Murakami zu entdecken gibt. Als nächstes dann: Tanz mit dem Schafsmann.

Haruki Murakami:
Wilde Schafsjagd

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